Adipositaszentrum

Herzlich willkommen auf den Seiten des Adipositas Zentrums Dinslaken.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen die Krankheit Adipositas näher bringen und Ihnen Möglichkeiten und Wege aus der Krankheit aufzeigen.

Was ist Adipositas?

Die Adipositas ist eine Epidemie mit katastrophalen Folgen für die Gesundheitssysteme der Industrieländer und mittel- und langfristig auch für die betroffenen Patienten. Nach internationalen Maßstäben sind etwa 50 % der Deutschen übergewichtig, 20 % der deutschen Bevölkerung ist adipös. Aus dieser Gruppe sind wiederum 2 % morbid (krankhaft) adipös. Chirurgische Behandlungsverfahren stehen am Ende der unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten.

Hinter den Todesfällen im Zusammenhang mit Zigarettenkonsum sterben in den USA jährlich 400.000 Menschen in Folge der morbiden Adipositas.

Die konservativen Therapieansätze verfolgen ein sogenanntes interdisziplinäres Konzept. Dieses schließt die professionelle Ernährungsberatung, eine professionelle Betreuung der Diätversuche  stationär oder in hausärztlicher Verantwortung, eine psychosomatische Therapie oder Mitbetreuung nach Evaluation durch die Symptomcheckliste nach Pudel und Westernhöfer sowie die Einbindung in Sportprogramme und Selbsthilfegruppen ein. Durch ein konsequent angewendetes Programm dieser Art kann eine Reduktion des Übergewichtes in der Regel von 5 – 10 % erreicht werden. Über 5 Jahre betrachtet liegt die Rückfallquote allerdings bei 90%.

Die Auswahlkriterien der Patienten für ein chirurgisches Therapiekonzept wurden 1991 vom National Institutes of Health Consensus Development Panel vorgeschlagen und im Folgenden von allen großen nationalen chirurgischen und nicht chirurgischen Fachgesellschaften übernommen.

Ausschlaggebend für den auch langfristigen Operationserfolg ist die Evaluierung der Patienten in einer interdisziplinären Sprechstunde. Da das Essverhalten sehr variabel ist, ist der Erfolg einer Operation umso besser, je mehr Informationen vor der Operation zur Verfügung stehen.

Bei der individuellen Beratung der Patienten darf nicht alleine das Körpergewicht, d.h. die Reduktion der Energiezufuhr, im Vordergrund stehen.  Wichtig sind auch die Motivation, d.h. Sehnsüchte und Wünsche des Patienten. Wichtig ist ebenfalls die Frage, ob der Patient mit den Folgen des Eingriffes umgehen kann und die langfristige Nachbehandlung gewährleistet ist.

Die Beurteilung eines Therapieerfolges durch den Patienten ist  manchmal völlig konträr zu der des Therapeuten, da der Patient mit dem Eingriff eine pauschale Vorstellung der Lösung aller für ihn relevanten Probleme verbindet. Unserer Erfahrung nach haben Patienten mit wenig Eigenverantwortung und hohem Erwartungsdruck eine deutlich schlechtere Prognose.

Die Bewertung der möglichen Eigenverantwortung und der Motivation ist besonders für die Selektion der Patienten für das Magenband wichtig. Wir beurteilen daher nicht nur durch die Höhe des BMI’s. Ein gutes Ergebnis ist zu erwarten, wenn in der Anamnese mehrfache relevante Gewichtsabnahmen (> 15,0 kg) zu erheben sind, der Patient Eigeninitiative zeigt und nicht das Abnehmen, sondern das Halten eines niedrigen Gewichtsniveaus über Jahre das Problem ist. Eine Änderung der Persönlichkeitsstruktur durch den bariatrischen Eingriff ist nicht zu erwarten. Eine Steigerung der körperlichen Fitness ist sicher möglich und im Vorfeld zu bewerten.